Der Ernährungsrat stellt sich vor: Eine Veranstaltung der SchülerInnen der Humboldtschule Kiel am 04.07.2018

Gleich in der ersten Unterrichtsstunde soll es losgehen – die 12 -15jährigen SchülerInnen sitzen gespannt in der Aula, trotz der frühen Stunde wach und konzentriert. Nach einigen einleitenden Worten von Frau Hoffmann, der Lehrerin, die sich engagiert hat, um uns einzuladen, wird es still. Wir – Marie Delaperrière und Eva Rathje, beides Gründungsmitglieder, in der Arbeitsgruppe Bildung, Gesundheit und Ernährung tätig und Mütter zweier anwesender Schülerinnen – stellen zunächst vor, wie es dazu kam, dass sich ein Ernährungsrat gegründet hat, welche Gründe es gab und wer dahinter steht.
Viele Bilder und wenig Worte – das prägt sich gut ein und kommt bei den Jugendlichen gut an. Viele von ihnen haben auch in den Nachrichten davon gehört oder gelesen, wie sehr die Umwelt und unsere Gesundheit darunter leiden, dass zu viel gedüngt wird, zu viel Fleisch erzeugt wird, zu viele Lebensmittel industriell verarbeitet und damit nährstoffarm bleiben. Viele der Anwesenden haben die Möglichkeit, im Garten oder auf dem Balkon zuzusehen, wie Nutzpflanzen (Apfel- und Birnbäume, Sträucher mit Beeren, Erdbeeren und Tomatenpflanzen) wachsen und geerntet werden – allerdings nur zum Naschen, nicht, um Vorräte anzulegen! Wie viel Aufwand es bedeutet, Tomaten vom Samen bis zur Soße heranzuziehen, können sie sich aber zumindest vorstellen. Einige der SchülerInnen haben selbst schon Erfahrung mit dem Kochen gesammelt und leckere Gerichte gekocht, wie Lasagne, Nudelauflauf, selbst gemachte Burger und Gemüsesuppe. In der
schuleigenen Mensa essen nicht sehr viele von ihnen, und auf die Frage, wie das Essen
schmeckt, kommt nur zögerlich Antwort. Was aber können die Jugendlichen selber für die Umwelt und ihre Gesundheit tun, und gleichzeitig ihre Ernährung verbessern?
Verschiedene Möglichkeiten werden genannt: mit der Mensaleitung sprechen und Feedback
geben, außerdem weniger Fleisch und mehr Gemüse essen, regional und Bio-Produkte einkaufen. Der Vorschlag, selbst eine Koch-AG an der Schule ins Leben zu rufen, stößt auf große Begeisterung. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, finden Marie und Eva

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